Pfarrkirche St. Veit in der Gegend

Die Kirche St. Veit dürfte auf eine ehemalige Eigenkirche zurückgehen. Es war nämlich bis in das 12. und 13. Jahrhundert möglich und gestattet, dass Grundherren bei ihrem Gutshof oder bei ihrer Burg selbst eine Kirche errichteten und dort einen Priester anstellten. Eine solche Kirche war ihr freies Eigentum.

Im Verzeichnis der Diözese Lavant vom Jahr 1406 kommt St. Veit bereits unter den selbständigen Pfarren vor. Damit aber ist bereits ein enger Bezug dieser Pfarrkirche zum Bistum Lavant angedeutet. Aus einem Pfarrenverzeichnis aus der Zeit um 1450 erfahren wir schließlich, dass der Bischof von Lavant Collator, also Verleiher, dieser Kirche sei.
Wie St. Margarethen, jetzt Noreia, gehörte auch die Pfarre St. Veit zu jenen Kirchen, für die der Bischof von Lavant den Pfarrer vorschlagen konnte, der dann vom Erzbischof von Salzburg konfirmiert, also bestätigt wurde.

Erstmals urkundlich dokumentierbar ist die Pfarre St. Veit im Jahr 1316, als Pfarrer Hainreich von St. Veit gemeinsam mit seinen Geschwistern der Kirche Mariahof einen Acker in Scheifling stifteten. Dank dieser Urkunde wissen wir, dass im Jahr 1316 St. Veit bereits eine eigene Pfarre war.

Der Pfarrbereich von St. Veit ging schon im Spätmittelalter über die heutige Landesgrenze hinaus und umfasste auch noch das bereits in Kärnten gelegene Althaus. Das wird im Jahr 1542 deutlich, wenn wir erfahren, dass Peter Mayer in Althaus damals Zechmeister von St. Veit war. Das konnte er nur, wenn er im Pfarrbereich ansässig gewesen ist.

KARNERKAPELLE ST. MARTIN
Diese kleine, südlich des Kirchturms gelegene Kapelle ist dem hl. Martin geweiht. Dem Bautyp nach müsste sie aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen.

 

 

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