Die Bauernmühle

Der Ortsname „Mühlen“ weist darauf hin, dass hier früher einmal viele Getreidemühlen in Betrieb waren; um diesem Namen gerecht zu werden und als zusätzliches touristisches Angebot entstand im Jahre 1990 auf Initiative von Herrn Alois Stoff und Herrn Siegfried Egger die Idee, eine solche Mühle aufzubauen.
 

Nach mehrjähriger Suche konnte von der Stolzalpe ein geeignetes Objekt angekauft und übertragen werden. Viele Teile mussten erneuert und den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Am 3. Juni 1996 fand die feierliche Eröffnung und die Segnung statt.

Die Alte Bauernmühle
„Hei, wie spritzt das Wasser hell im Sonnenstrahl
Das Mühlrad saust in Eile
Die Mühle klappert wieder im Tal
Mehl wird aus Korn mit Zeit und Weile.“
„Dankbarkeit und Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.“
 
Eine Wassermühle? Wird hier Wasser gemahlen?
Nein, mit der Kraft des Wassers wird hier das heimische Dinkelkorn zu Mehl gemahlen. Schon in der Steinzeit diente Dinkel als Nahrung für den Menschen. Hildegard von Bingen (1100 – 1179) schrieb dem Dinkel besondere Kräfte zu. Wir sind froh, dass der wertvolle Dinkel in unserer Naturparkregion gut gedeiht und hier in der Bauernmühlen gemahlen wird. 

Die beachtliche Getreidesammlung
zeigt Dir alle wichtigen Getreide und Feldfrüchte. Roggen, Korn, Weizen, Gerste, Hafer bis hin zu neuen Arten wie Triticale oder Soja. Von allen Ackerfrüchten werden Besonderheiten und Verwendung erklärt. Woher kommt aber die Rollgerste? Wie schmeckt Braugerste? Was ist Mutterkorn und woher stammt es? Ist es wirklich giftig und warum heißt es Mutterkorn?Willst du wissen woraus der Babybrei vor 200 Jahren bestand? Warum heißt es „den sticht der Hafer“? Und wie macht man eigentlich aus dem Flachs Leinenstoff?
 
Da klappert sie wieder
„die Mühle am rauschenden Bach“…

Das Wasserrad dreht sich und es dreht sich der Mühlstein. In der Mühle riecht es wunderbar nach Mehl und Brot. Erlebe wie aus Korn Mehl für unser „tägliches Brot“ wird. Unsere Mühle erzeugt in einem Arbeitsgang gleich drei Produkte: Mehl, Grieß und Schrot. Und das alles ohne Abgase und Umweltbelastung. Das Wasser unter der Mühle ist genauso rein wie ober der Mühle. Forellen schwimmen gerne unter der Mühle. Das Wasser hat durch das Wasserrad noch mehr Sauerstoff aufgenommen und das fühlt und genießt die Bachforelle. 

All das kannst du in der „Alten Bauernmühle“ erfahren.
 

Mahltag in der alten Bauernmühle
Öffnungszeiten:
Mai bis September
Führung: Dienstag, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Bauernmühle am Ortseingang, 8822 Mühlen
Dauer; 1,5 Stunden
Anmeldung: Herr Hartmut Komar, Tel.: 0664/1667998
Naturparkbüro: Tel.: 03584/2005

Gleich neben der Bauernmühle finden Sie auch das Baumdenkmal und die Sonnenuhr von Mühlen. Das Baumdenkmal wurde errichtet um an den Wald, der unseren Schutz braucht, zu erinnern. Eine Tafel mit der Inschrift „MEIN FREUND – DER BAUM“ soll Sie daran erinnern, dass der Wald uns Leben spendet. Die Sonnenuhr wurde aus zwei alten Mühlsteinen 1997 errichtet. Auf den Mühlsteinen befinden sich Tafeln mit Gedichten.



 

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