Die Initiative zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Mühlen ging von Herrn Oberlehrer Friedrich Kunze, Herrn Schneidermeister Friedrich Mally und Herrn Schmiedemeister Urban Egger aus.
Am 4. März 1907 legte Herr Kunze Statuten zur Gründung einer Feuerwehr bei der Bezirkshauptmannschaft Murau vor. Mit dem Schreiben vom 16. April 1907 teilte die K. und K. Stadthalterei Bezirkshauptmannschaft Murau mit, dass laut Erlass vom 30. März 1907 die Bildung eines Vereines "Freiwillige Feuerwehr in Mühlen" nicht untersagt wird. Die Gründungsversammlung erfolgte am 12. Mai 1907.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben den Initiatoren noch Gabriel Hinterhofer, Valentin Präsent, Albert Grasser, Gottfried Marktler, Maximilian Griesser und Johann Schlessinger.
Zum ersten Hauptmann wurde Herr Fritz Kunze gewählt. Am Tag der Gründung schlug am Nachmittag ein Blitz in das Anwesen vlg. Fuchs in Jakobsberg ein, womit für die junge Feuerwehr der erste Einsatz gegeben war. Als Löschgerät standen nur Wassereimer zur Verfügung.
1909 wechselte das Amt des Hauptmannes auf Gabriel Hinterhofer. Als Geräte standen neben Leineneimer schon eine Kübelspritze und Hackenleitern zur Verfügung.
Bereits 1913 gab es eine Haftpflichtversicherung für Mitglieder der Feuerwehr. Die Versicherungssumme betrug pro Jahr 1 Heller. Mit Beginn des 1. Weltkrieges leitete Mathias Suttnig die Feuerwehr. Da fast alle Männer im Krieg waren, wurde die Tätigkeit wahrscheinlich fast unterbrochen, da über diese Zeit auch keine Aufzeichnungen mehr vorhanden sind.
Am 30. Jänner 1922 bot Kaufmann Gabriel Hinterhofer der Gemeindevorstehung seine Dienste als neuerlicher Hauptmann an. Mit Phillipp Ofner als Kommandant Stellvertreter und 25 Mann wurde die Feuerwehr wiederbelebt. Die Geräte waren wieder in der "Brechl Hütte " untergebracht. Zu den damaligen Geräten zählte auch eine 2 Mann und eine 4 Mann Handdruckspritze. Bei Stützpunkten in St. Veit in der Gegend, Oberdorf und in Jakobsberg waren Löschgeräte (Kübelspritze, Wassereimer) untergebracht. Bereits damals wie auch heute erfolgte die Brandbekämpfung in der Gemeinde Kulm am Zirbitz durch die Freiwillige Feuerwehr Mühlen.
1924 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr St. Margarethen bzw. Noreia
1924 wurde eine eigene Löschgruppe St. Margarethen am Silberberg aufgestellt. Bei der Gründungsversammlung der FF St. Margarethen wurde Herr Alois Vretschko als Hauptmann gewählt. Er war zuvor Schriftführer bei der FF Mühlen. Auf Grund der Umtaufe des Ortes änderte die Feuerwehr am 27. April 1930 ihren Namen in "Freiwillige Feuerwehr Noreia".
1932 wechselte das Amt des Hauptmannes auf Herrn Friedrich Pogatschnigg. Im gleichen Jahr wurde das Rüsthaus gebaut. Von 1938 an leitete Herr Philipp Mostegl die Feuerwehr. 1960 wurde eine Motorspritze angekauft.
Von 1963 bis 1966 war Herr Leonhard Bärnthaler Hauptmann.
1964 wurde als Einsatzfahrzeug ein Puch Haflinger angekauft. Nachfolger von Herrn Bärnthaler wurde Herr Leonhard Krenn. Er leitete die Feuerwehr bis 1970. Herr Siegfried Pogatschnigg war bis 1974 Hauptmann. Der letzte Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Noreia war Herr Bernhard Grün.
1977 erfolgte die Auflösung der FF Noreia. Das vorhandene Gerät wurde bei der FF Mühlen weiterverwendet. Einige Männer der Feuerwehr Noreia traten der FF Mühlen bei und versehen heute noch hier ihren Feuerwehrdienst.
Im Jahre 1925 wurde das 2. Rüsthaus der Feuerwehr Mühlen gebaut. Es stand zwischen den jetzigen Häusern Mühlen 17, Gasparin und Mühlen 28, Kalivoda.
Die Segnung erfolgte am 20. September 1925. Der Bau war vollständig aus Holz. Die Finanzierung erfolgte aus Spenden und von Beiträgen der damaligen unterstützenden Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag betrug 5 Schilling pro Jahr.
1929 wurde die erste Motorspritze, eine gebrauchte von der Feuerwehr Teufenbach, um 3000,- Schilling gekauft. Zugleich wurde eine Feuerspritze an die Löschgruppe St. Margarethen am Silberberg (Noreia) abgegeben. Zu dieser Zeit hatte die FF Mühlen durch die Erweiterung der Löschgruppe St. Margarethen auf einen Löschzug einen Zuwachs von 20 Mann erhalten. Dieser Löschzug benötigte 20 Arbeitsmonturen, 2 Steigerausrüstungen samt Leitermaterial, 60 m Schläuche, Schlauchkarren und 10 imprägnierte Leineneimer. Um eine Förderung zu bekommen, wurde aus dem Löschzug 1929 eine eigene Freiwillige Feuerwehr St. Margarethen am Silberberg gegründet. Damit waren ab 1929 zwei Feuerwehren im heutigen Gemeindegebiet.
1932 wurde von der damaligen Theaterrunde Mühlen eine Fahne für die Feuerwehr gekauft, die noch heute bei kirchlichen Anlässen und Festen in Verwendung ist.
1934 legte Herr Gabriel Hinterhofer sein Amt zurück.
Zum Nachfolger wurde Herr Georg Wernig gewählt. Bereits 2 Jahre später musste Herr Wernig wegen politischer Gründe als Hauptmann zurücktreten. Zum neuen Hauptmann wurde Herr Alois Pollheimer gewählt. Die Feuerwehr hatte 1936 38 Aktive Mitglieder. Während des 2. Weltkrieges sank der Aktivstand auf 14 Mann.
Zu dieser Zeit waren auch Frauen im Feuerwehreinsatz. Bis in die 50er Jahre stand als Transportmittel nur der Pferdewagen zur Verfügung. Erst 1951 wurde das erste Motorfahrzeug, ein gebrauchter Chevrolet aus Militärbeständen, um 13.000,- Schilling angekauft. 1955 wurde eine zusätzliche Tragkraftspritze angekauft. Zugleich wurde auch eine Sirene angeschafft, über die nun die Alarmierung der Feuerwehrmänner erfolgte. Der Hornist, der bisher bei Alarm mit dem Horn blies, hatte damit ausgedient. Der letzte Hornist war Herr Ignaz Rucker.
1960 legte Herr Alois Pollheimer nach fast 25 jähriger Tätigkeit das Hauptmannamt zurück. Nachfolger wurde Herr Johann Stadlober. Im gleichem Jahr musste der alte Chevrolet ausgemustert werden. Die folgenden Jahre war das Einsatzfahrzeug auf einem Anhänger untergebracht. Als Zugfahrzeug diente der VW-Käfer von Herrn Kaufmann Siegfried Egger.
Da das alte Rüsthaus zu klein wurde, begann man mit dem Neubau des 3. Rüsthauses, welches 1962 feierlich eingeweiht wurde. Es steht auf den Platz der ehemaligen "Brechl Hütte", welche schon 1962 als Rüsthaus diente. 1964 wurde ein Berglandfahrzeug der Type Land Rover mit Vorbaupumpe gekauft. Um die Tragkraftspritze und sämtliches Schlauchmaterial befördern zu können, wurde zugleich auch ein Geräteanhänger aus dem Bestand der FF Neumarkt angekauft. Bereits 1968 wurden die ersten Funksprechgeräte gekauft.
Durch die Zunahme der Geräte wurde auch das 1962 eingeweihte Rüsthaus zu klein. Die Raumnot wurde durch einen Zubau im Jahre 1972 beseitigt.
Im Jahr 1970 erfolgte der Kauf der ersten Atemschutzgeräte.
1976 wurde ein zweites Einsatzfahrzeug, ein Ford Transit gekauft.
1979 legte Herr Johann Stadlober aus Gesundheitsgründen das Hauptmannamt zurück. Aus der notwendigen Neuwahl ging Herr Oskar Peter Rucker als neuer Kommandant hervor, und Herr Bruno Präsent sen. als Kommandantstellvertreter.
1981 wurde ein gebrauchter VW Bus als Mannschaftstransportfahrzeug gekauft. Auf Grund des erweiterten Fuhrparks wurden 1984 die Garagentore erneuert.
1986 erfolgte ein neuer Innenausbau des Umkleideraumes bzw. Sitzungsraum.
Für die Jugendfeuerwehr wurde 1991 der Keller trockengelegt und ausgebaut, der als Umkleideraum zur Verfügung stand.
Im Mai 1992 legte Herr OBI Bruno Präsent sen. seine Funktion als Stellvertreter zurück, und es wurde Herr BM Gerhard Panzer als neuer Kommandantstellvertreter gewählt.
Im Juli 1992 wurde der Land Rover Baujahr 1964 durch ein neues KLF-A Mercedes Benz ersetzt.
Im Jahre 1996 wurde erstmalig im Feuerwehrausschuss über einen Rüsthausneubau gesprochen, 1997 erfolgte der einstimmige Beschluss im Feuerwehrausschuss über den Rüsthausneubau.
Somit konnten die Verhandlungen mit der Gemeinde Mühlen und Kulm am Zirbitz beginnen.
Bei den ersten Gesprächen mit den Bürgermeistern der Gemeinden Mühlen Bgm. Ofner Günther und der Gemeinde Kulm am Zirbitz Bgm. Johann Moitzi wurde unser Anliegen sehr positiv aufgenommen und ein Rüsthausneubau in Aussicht gestellt.
Was sicherlich in anderen kleinen Gemeinden nicht so selbstverständlich ist wurde bei uns in Mühlen innerhalb kürzester Zeit realisiert sodass der Spatenstich im Oktober 1999 erfolgte und das Rüsthaus im Juli 2001 seiner Bestimmung übergeben wurde.
Bei der Neuwahl im März 2000 wurde wiederum Herr HBI Oskar Peter Rucker zum Feuerwehrkommandanten gewählt. Da Herr OBI Gerhard Panzer für den Kommandantenstellvertreter nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Herr Abschnittsbrandinspektor Bruno Präsent jun. zum Stellvertreter gewählt.
Im August 2001 legte Herr HBI Oskar Peter Rucker seine Funktion zurück, bei der Neuwahl wurden Herr Abschnittsbrandinspektor Bruno Präsent zum Kommandanten und Herr LM Gerhard Leitner jun. zum Stellvertreter gewählt.
Im Jahr 2002 wurde eine weitere Sirene (elektronische Sirene) in Hitzmannsdorf montiert, um eine bessere Alarmierung der Feuerwehrmänner zu erreichen, jedoch sollten auch alle Zivilschutzsignale (Warnung, Alarm, Entwarnung) in einem größeren Gemeindegebiet hörbar sein.
Bei der Neuwahl im Jänner 2005 wurde der bisherige Kommandant ABI Bruno Präsent und sein Stellvertreter OBI Gerhard Leitner mit 100 % Zustimmung in ihren Ämtern bestätigt.
Mit Dezember 2006 legte ABI Bruno Präsent seine Funktion auf Bezirksebene als Abschnittsbrandinspektor zurück, und ist somit nur mehr Feuerwehrkommandant (HBI) der FF Mühlen.
Seit dem Jahr 2003 wurde vom Feuerwehrausschuss mit den beiden Gemeinden Mühlen und Kulm am Zirbitz über einen Finanzierungsplan für die Neuanschaffung anstelle unserer alten Feuerwehrfahrzeuge (KLF Baujahr 1976 und MTF Baujahr 1986) geführt.
Durch die positive Einstellung der beiden Bürgermeister Bgm. Herbert Grießer Mühlen und Bgm. Johann Obermayer Kulm am Zirbitz und auch den zuständigen Gemeinderäten von Mühlen und Kulm/Zirbitz gegenüber der Feuerwehr Mühlen wurde die Ersatzanschaffung für 2007 beschlossen.
Somit werden im Jahr 2007 ein RLF-A 2000 und ein MTF-A neu in den Dienst der Feuerwehr Mühlen gestellt, um die erforderlichen Aufgaben bestmöglichst zum Wohle der Bevölkerung der Gemeinden Mühlen und Kulm am Zirbitz bewältigen zu können.
Nach einer Novellierung der Wahlordnung des Landesfeuerwehrgesetzes aus dem Jahre 1979 musste am 06.01.2007 eine Neuwahl des Feuerwehrkommandanten und des Feuerwehrkommandantenstellvertreters durchgeführt werden. Für den Feuerwehrkommandanten stellte sich Herr HBI Präsent Bruno und für den Feuerwehrkommandantenstellvertreter stellte sich Herr OBI Leitner Gerhard jun. zur Wahl. HBI Präsent Bruno und OBI Leitner Gerhard wurden mit einer Mehrheit von 97,5 % wieder gewählt und in ihren Ämtern bestätigt.