Naturschutzverein Hörfeld-Moor

Obmann: Herbert Grießer
8822 Mühlen 48
E-Mail: mailto: office@hoerfeld.at

Das Hörfeld wurde bis rund 1950 noch landwirtschaftlich genutzt. Die einzelnen Grundbesitzer hatten bis dahin noch Pferde für Ackerbau, Heu- und Waldarbeiten im Einsatz. Durch das Fortschreiten der Motorisierung übernahm mehr und mehr der Traktor die Arbeit der Pferde, wodurch der Bedarf an Pferde-Heu, wie es das Hörfeld bot, entfiel. So wurde es nach und nach sich selbst überlassen, wodurch das Schilf überhand nahm. Damit wurden diese Flächen für die Grundbesitzer uninteressant und unnütz. Prof. Erich Hable hatte schon 1970 einen Antrag zur Unterschutzstellung des Hörfeldes gestellt, weil er erkannte, dass es sich beim Hörfeld um ein echtes Naturjuwel handelt. Die ca. 140 ha große Fläche des Hörfeldes befindet sich zu zwei Drittel im Bundesland Kärnten und zu einem Drittel auf steirischem Boden. Kärnten hat bereits 1984 und die Steiermark 1987 das Hörfeld zum Naturschutzgebiet erklärt. Damit war ein wichtiger Schritt getan, um dieses hochwertige Naturgebiet der Nachwelt unzerstört zu erhalten. Nun war aber eine Institution erforderlich, die notwendige Erhaltungsarbeiten, Pflege und Verwaltung übernahmen. 1994 wurde daher von engagierten Menschen aus Hüttenberg und Mühlen der "Naturschutzverein Hörfeld-Moor" gegründet. Auch ein Fachbeirat von Kennern des Hörfeldes und Freunden der Natur wurde ins Leben gerufen. Es konnten dann durch Mittel der EU, des Bundes und der beiden Länder Kärnten und Steiermark Grundstücke angekauft werden. So sind heute über 75% des Hörfeldes in öffentlicher Hand. Rodungen nicht naturgemäßer Waldbestände, Entbuschungen und Rückführung von Hochstaudenfluren zu kurzrasigen Flächen sowie die Schaffung einer rund ein Hektar großen Wasserfläche sind die Pflegemaßnahmen, die bisher geleistet wurden. Jährlich werden Veranstaltungen vom Verein durchgeführt, in den Frühjahrs- und Sommermonaten werden Führungen angeboten. Mit einem Holzsteg wurde die Möglichkeit geschaffen, naturschonend in Gebiete zu gelangen, die man sonst nicht erreichen könnte. Für die Erreichung des Diploms "Ramsar-Schutzgebiet" mussten umfangreiche Vorarbeiten, meist von Naturwissenschaftlern und Studenten geleistet werden. Diese Ergebnisse sind im Buch "Hörfeldmoor-Nautrjuwel in der Norischen Region" zusammengefasst und bestätigen, dass das Hörfeld die Heimat zahlreicher Pflanzen und Tiere, die teilweise bereits vom Aussterben bedroht sind, darstellt. Dies wird mit der Erklärung des Hörfeldes zum "Ramsar-Schutzgebiet" am 30. Oktober 1996 international anerkannt. In weiterer Folge ist nur das gesamte Schutzgebiet auch in "Natura 2000"aufgenommen worden.

Damit ist die Verantwortung für den Naturschutzverein noch gewachsen, dieses Naturjuwel zu pflegen und weiter zu erhalten.

 

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