Der Zirbitzkogel

Der Zirbitzkogel ist mit 2.396 m die höchste Erhebung der Seetaler Alpen. Er liegt südlich des oberen Murtales in der Steiermark nahe der Grenze zu Kärnten. An seinem Südabhang entspringt die Lavant, ein linker Nebenfluss der Drau.

Sein Name leitet sich nicht, wie vielfach angenommen wird, von den im Gebiet stellenweise bestandsbildenden Zirben ab, sondern vom slowenischen zirbiza, das mit Rote Alm übersetzt werden kann. Im Herbst lässt die häufig vorkommende Gemsheide (loeseleuria procumbens) die Almen rot erscheinen.

Aufgebaut ist der Zirbitzkogel aus kristallinem Gestein; Schiefer, Gneise und Granite herrschen vor. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe weist er ausgeprägten Hochgebirgscharakter auf. Sein Relief wurde von eiszeitlichen Gletschern sowie späteren Hangbewegungen geformt. Im sehr quellenreichen Gebiet liegen einige Karseen, wie zum Beispiel die beiden Winterleitenseen.
Bis in die subalpine Zone reichen geschlossene Fichtenwälder, die von aufgelockerten Fichten-, Lärchen- und Zirbenbeständen abgelöst werden (Arven-Lärchenwald). Im Gipfelbereich überwiegt ein weitflächiger, von fast ebenen Plateaus durchsetzter Krummseggenrasen. Auf windexponierteren Stellen überwiegen Gemsheide und verschiedene Flechten.

Unter Ornithologen bekannt war der Gipfelbereich als Bruthabitat des Mornellregenpfeifers, der dort bis 1995 fast alljährlich in wenigen Paaren brütete. Danach wurden keine Bruten mehr festgestellt, wohl aber einzelne Durchzügler und rastende Individuen beobachtet. 2007 wurde er wieder brütend nachgewiesen.
Bei Schmetterlingskundlern ist das Gebiet für einige sehr seltene Arten, darunter den Endemiten Elophos zirbitzensis bekannt.

Der touristisch gut erschlossene Zirbitzkogel ist ein sehr beliebtes Wander- und Tourengeher-Gebiet. Auf seinem Gipfel befindet sich das Zirbitzkogelhaus, weitere Hütten liegen entlang den Aufstiegsrouten. Ausgangspunkte einer Besteigung des Zirbitzkogels sind St. Anna beziehungsweise St. Wolfgang bei Obdach auf der Nordroute sowie Mühlen auf der Südroute.

Das Zirbitzkogelgebiet ist seit 1960 Vogelschutzgebiet und damit auch in die Natura-2000-Regionen aufgenommen.

Quelle: Wikipedia

 

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